Traumatherapie

 

Es gilt als belegt, dass die hirnorganische Verarbeitung eines Traumas nicht in den gleichen (guten) Bahnen verläuft, die dem Menschen in normalen Situationen als Verarbeitungsmechanismus zur Verfügung stehen. Beim Trauma kommt es zur Überflutung zwischen Amygdala, Hippocampus, dem Sprachzentrum und anderen „verantwortlichen Abteilungen“ im menschlichen Hirn. Vielleicht vergleichbar mit einer Störung im Rechner, wenn plötzlich zu viele und unbekannte Informationen den Arbeitsspeicher so überlasten, dass nichts mehr ordentlich und sortiert auf die Festplatte abgelegt werden kann.  

In der Traumatherapie geht es, nüchtern ausgedrückt, zum einen um eine angemessene hirnorganische Nachverarbeitung. Wobei kein altes Trauma erneut durchlebt werden muss, das hilft erfahrungsgemäß gar nicht. Bestimmte Verfahren haben sich bewährt. Ich arbeite mit der Screen-Technik. Sie ist sehr effektiv, nicht spektakulär, sie ist verständlich und jederzeit vom Klienten steuerbar. Das ist mir wichtig. Meine Erfahrungen mit dieser Technik sind mutmachend und gut.

Zum anderen braucht ein traumatisierter Mensch für seine Neuorientierung psychotherapeutische Begleitung und ein hohes Maß an Stabilisierung. Verschiedene Übungen (zu Distanz, Gewissheit, innerer Ruhe, Kraft…) werden miteinander eingeübt, mit dem Ziel, dass der Hilfesuchende diese Erfahrungen in seinen Alltag integriert und alleine anwendet.