Systemische Therapie
Die Systemische Therapie geht davon aus, dass Krisen, Konflikte und Erfahrungen jeglicher Art verknüpft sind mit den sozialen Beziehungen in denen Menschen leben, sei es die Herkunftsfamilie, die Schulklasse, die Arbeitsstelle, der Freundeskreis oder - größer betrachtet - der jeweilige Kulturkreis. Menschen leben in sozialen Verbindungen, jeder gleichzeitig in verschiedenen sogenannten Systemen.
In der Bearbeitung problematischer Verhaltensweisen betrachtet die Systemische Therapie die Zusammenhänge und Wechselwirkungen der jeweiligen sozialen Systeme.
Zu allen Problemmustern gibt es im eigenen Verhalten positive Ausnahmen. Plötzlich ist es besser als erwartet, die Angst war nicht da, man hatte wieder Mut etwas Bestimmtes zu tun. Stabilisierende Anteile sind ebenso in nahezu allen Systemen zu entdecken, auch in Lebenszusammenhängen, die auf den ersten Blick nur negativ oder problemverstärkend wirken. Diese positiven Anteile gilt es bewusst zu machen, zu verstärken und auszubauen. In diesem Sinn ist die Systemische Therapie in ihrer Grundhaltung ressourcen- und lösungsorientiert.
